Krank oder in der Mauser? Warum Vögel im Spätsommer so zerzaust aussehen und wie du hilfst
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Wenn sich der Sommer langsam dem Höhepunkt zuneigt, machen viele aufmerksame Gartenbesitzer eine besorgniserregende Beobachtung: Die Vögel am Futterhaus sehen plötzlich gar nicht mehr gesund aus. Amseln haben teilweise kahle Stellen am Kopf, Meisen wirken struppig, blass und ungepflegt, und manche Vögel fliegen scheinbar ohne Schwanzfedern durch die Gegend.
Oft erreicht uns dann die besorgte Frage: „Geht in meinem Garten eine tödliche Krankheit um?“ Die beruhigende Antwort lautet in den meisten Fällen: Nein. Deine Vögel sind kerngesund. Sie befinden sich lediglich in der Mauser.
Was ist die Mauser eigentlich? Die Mauser ist der natürliche, jährliche Gefiederwechsel. Federn sind totes Material (vergleichbar mit unseren menschlichen Fingernägeln) und nutzen sich im Laufe eines Jahres massiv ab. Durch das ständige Fliegen beim Nestbau, durch intensive Sonnen-UV-Strahlung und das Streifen an Ästen werden die Federn spröde, rissig und brüchig. Um voll flugfähig zu bleiben und im kommenden Winter perfekt vor Kälte isoliert zu sein, müssen die Vögel ihr altes Federkleid abwerfen und ein komplett neues bilden. Dieser Prozess startet bei den meisten Singvogelarten direkt nach der Aufzucht der letzten Brut (etwa ab Juli/August).
Ein extremer Kraftakt für den Vogelkörper Das Wachsenlassen von hunderten neuen Federn in kürzester Zeit ist ein biologischer Kraftakt sondergleichen. Federn bestehen fast ausschließlich aus Keratin (also Proteinen / Eiweiß) sowie wichtigen Mineralstoffen wie Kieselsäure.
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Gigantischer Energieverlust: Die Mauser kostet den Vogel etwa 25 % mehr Grundenergie als sein normaler Alltag.
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Akute Gefahr: Während der Mauser sind Vögel oft deutlich schlechtere Flieger (da wichtige Schwungfedern fehlen) und somit leichtere Beute für Katzen und Sperber. Sie verstecken sich deshalb oft im dichten Gebüsch, wirken sehr scheu und haben kaum Energie für lange Suchflüge nach Futter.
Das falsche Futter in der Mauserzeit Reines Fettfutter oder einfache, kohlenhydratreiche Weizenkörner helfen den Vögeln jetzt nicht weiter. Um das lebenswichtige Keratin zu bilden, braucht der Vogelkörper zwingend hochwertiges, tierisches Eiweiß. In der Natur würden sie dafür massenhaft Insekten jagen – doch diese Suche kostet die ohnehin schon geschwächten Vögel weitere wertvolle Kraft.
Tipp von VogelfutterOnline: So rettest du Vögel durch die Mauser Du kannst deinen Gartenvögeln diesen gefährlichen Kraftakt massiv erleichtern! Öffne an deiner Futterstelle jetzt eine echte „Protein-Tankstelle“. Biete gezielt Futter an, das reich an getrockneten Insekten und hochwertigen Baustoffen ist.
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Getrocknete Mehlwürmer: Der absolute Protein-Booster für Amseln, Rotkehlchen und Meisen.
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NABU Energieblock mit Insekten (von Schwegler): Liefert das nötige Fett für die Körpertemperatur und gleichzeitig essenzielle Insektenproteine für den rasanten Federaufbau.
Entdecke unsere Kategorie „Wildvogelfutter mit Insekten“ und sorge dafür, dass deine Vögel mit einem dichten, wasserabweisenden und gesunden Federkleid in den nächsten Winter starten können!