TIPP: Nistkastenauswahl & Tipps für die Anbring...

Nistkästen richtig anbringen - Himmelsrichtung Nistkästen

Nistkästen kaufen - einfach und bequem von zu Hause!

-> Wir verpacken unsere Ware in ökologisch abbaubarer Holzwolle. Diese können Sie den Vögeln als Nistmaterial anbieten, auf dem Kompost oder in der Bio-Tonne entsorgen!

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» EMPFEHLUNGEN FÜR DIE AUSWAHL, VERTEILUNG, AUFHÄNGUNG VON NISTHÖHLEN


-> Welcher Nistkasten ist für welchen Vogel geeignet? Hier finden Sie eine gute Übersicht!

 

Im folgenden möchten wir einige Erfahrungen und Hinweise aus unserer Praxis weitergeben. Diese Empfehlungen sind selbstverständlich nur ein Anhaltspunkt. Unterschiedliche Landschaften und/oder Lebensräume und die darin vorkommenden Bewohner müssen berücksichtigt werden. Manchmal kann das schon vor der Planung sein (z. B. anhand der vorkommenden oder zu schützenden Tierart und dem umgebenden Lebensraum), oder erst im Laufe der Zeit durch Praxiserfahrung im Revier (d.h. welcher Höhlentyp letztendlich erfolgreicher ist). Da die Natur hier oft überraschende und spannende Entwicklungen zeigt, ist die schrittweise Überprüfung der eingesetzten Nisthilfen im Laufe der Maßnahme und die Optimierung des Nistkastenangebots sehr zu empfehlen.

A | Aufhängung von Nisthöhlen für Kleinvögel -

Es stehen i.d.R. zwei unterschiedliche Fluglochgrößen zur Auswahl:

  • »  l Schwegler 1b 32 mm ist die „Universalgröße“ in der fast alle Kleinvogelarten Zugang finden.

  • »  l Schwegler 1b 26 mm erlaubt nur den Zugang für Kleinmeisen (Blau-, Sumpf-, Tannen- und Haubenmeise). Die größeren Arten wie Kohlmeise, Kleiber und Sperling werden ferngehalten.

  • »  Sondergrößen z. B. l 45 mm für bestimmte Arten wie z. B. die größeren Stare. Kleinere Arten können die Nisthöhle ggf. trotzdem nutzen.

    In umzäunten Grünflächen, in Waldschonungen, Dickungen, Gärten u.ä. können Höhlen in Augenhöhe hängen (1,5 bis 2 m), um sie vom Boden aus leichter kontrollieren und reinigen zu können. Im Forst oder bei bewirtschafteten Flächen empfiehlt sich eine größere Aufhängehöhe, um Beeinträchtigungen und Störungen zu minimieren.
    I.d.R. werden die Nisthöhlen dort etwa 2,8 bis 3,5 m hoch aufgehängt, was noch eine gute Erreichbarkeit mit Leitern gewährleistet. Als Obergrenze für die höchste Aufhängung können die umliegenden Bäume dienen, deren Wipfelhöhe nicht überschritten werden sollte. Ausnahmen hierbei sind, besonders in Städten, bestimmte Gebäudebrüterquartiere (Mauersegler, Sperling, Fledermaus) für die diese Grenze nicht zu beachten ist, also auch in weit über 15 m Höhe angenommen werden. Bitte kein Nistmaterial oder Einstreu einlegen, da Kleinvögel ihre Nester immer wieder von Neuem bauen.

    B | Anzahl der Nistgeräte/Nistkästen pro Hektar und Verteilung

    Die Zahl der Nisthöhlen ist immer abhängig vom jeweiligen Lebensraum. In Gärten kann bei Nistplatzmangel an jedem zweiten Baum eine Nisthöhle aufgehängt werden. Es gibt keinen Mindestabstand für Vögel – an einem Baum können zwei Meisenpaare problemlos in direkter Nachbarschaft zueinander brüten, denn die Vögel bestimmen je nach Nahrungsangebot und Jahreszeit ihren Mindestabstand zueinander selbst. In Wäldern können je nach Alter und Art der Bäume und Nahrungsgrundlage („Schädlingsbefall“) zwischen 1 bis 40 Nisthöhlen je Hektar (= 100 x 100 m) hängen.

    Die Nisthöhlentypen bzw. Fluglochweiten können wie folgt verteilt werden, wenn noch keine Erfahrungswerte vorliegen:

    • »  60 % der Nistkästen mit Fluglochdurchmesser 32 mm oder oval.

    • »  20 % Fluglochdurchmesser 26 bzw. 27 mm.

    • »  20 % sollten sich aus Baumläufer- und Halbhöhlen- oder Nischenbrüterhöhlen zusammensetzen (vgl. Typen 2B, 2BN, 2H, 2HW, 1N).

Hinweis Es sollten nicht alle Nisthöhlen zur Jungenaufzucht besetzt sein, da ein großer Teil als Übernachtungsquartier oder Nahrungsdepot genutzt wird. Erst wenn in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren in etwa 60 bis 70% Nester gefunden werden ist eine optimale Sättigung mit Nisthöhlen erreicht.

C | Allgemeines zur Aufhängung von Nisthöhlen

Himmelsrichtung:
Das Flugloch sollte etwa nach Südosten gerichtet sein. An windgeschützten Aufhängeplätzen oder in Siedlungen ist dies aber nicht immer zwingend notwendig. Bei größeren Fluglochweiten (z. B. ab 45 mm) sollten Sie auf eine wetterabgewandte Position achten.

Reinigung: Die Reinigung, d. h. das restlose Entfernen des alten Nestes, kann in Gärten und Wäldern von Mitte September an erfolgen. Kratzen Sie das alte Nest bitte nur heraus. Die Verwendung eines Sprays o. ä. ist normalerweise nicht notwendig. Falls der Kasten extrem verschmutzt oder mit Parasiten besetzt war, empfiehlt sich das Ausspülen der Nisthöhle mit kaltem oder heißem Wasser und ggf. biologisch abbaufähiger Seifenlauge.

Befestigung: SCHWEGLER-Nisthöhlen zur Stammbefestigung (meist erkennbar an ihrer braunen oder schwarzen Farbe) werden mit einem speziellen forstgeprüften Alunagel geliefert, der den Baum nicht schädigt, wie z. B. Kupfer- oder Stahlnägel. Auch das Sägeblatt im Sägewerk oder die Kette der Motorsäge wird nicht beschädigt und Verletzungen so vermieden. Durch den glatten Schaft und Rostbeständigkeit kann er auch nach Jahren wieder entfernt werden und es entsteht nur eine marginale, punktuelle Stammnarbe. Alunägel an Baumstämmen nur bis zu zwei Drittel einschlagen, so kann der Baum wachsen. Ungefähr alle fünf Jahre den Nagel etwas herausziehen. Die Nisthöhlen können ohne Entfernen des Nagels jederzeit an- und abgehängt werden. Schwerere Nisthöhlen werden i.d.R. mit einem integrierten Aufhängeklotz geliefert, wodurch eine Befestigung mit mehreren Alunägeln und das spätere An- und Abhängen ohne Nagelentfernen möglich ist.

Fremdbelegung: Durch die akute Wohnungsnot in unseren ausgeräumten und bewirtschafteten Landschaften kann es vorkommen, dass Nisthöhlen von ganz anderen Arten als ursprünglich vorgesehen, besiedelt werden, wie z. B. Hummeln, Wespen, verwilderten Bienen, Hornissen, Bilchen wie z. B. Siebenschläfer oder Haselmaus. Diese verdienen ebenso Schutz – bitte lassen Sie diese unbeschadet in den Nisthöhlen. Hängen Sie statt dessen zusätzlich für diese Tiere weitere ggf. spezielle SCHWEGLER-Nisthöhlen auf.

Neue Nisthöhlen: Diese sollten am besten im Herbst aufgehängt werden, da sie im Winter den Vögeln als Nachtquartiere dienen. Dieser Schutz vor Zugluft und Kälte ist, noch stärker als eine Fütterung, ein wichtiger Faktor für das Überleben in strengen Wintern.

D | Größere Nisthöhlen Eulen, Hohltauben, Turmfalken, etc.

(z. B. Höhlen Nr. 4, Nr. 5, Nr. 28, Nr. 29, Nr. 30, 1WK, 2TF, 2CM) Empfohlene Aufhängehöhe etwa 4 bis 6 m. Hier erfolgt die Annahme schneller, wenn in die vorgeformte Bodenmulde eine größere Schicht Hobelspäne, Holzmull oder gewaschener Sand gestreut wird (nicht bei Dohle). Für Hohltauben oder Rauhfuß- und Waldkauz ist es ratsam auf einer Fläche von 50 ha ein bis zwei Höhlen aufzuhängen. Dies ist dann ein Minimum an Nisthöhlen, um die dann im Frühjahr i.d.R. heftig konkurriert wird. Eine Erhöhung der Nisthöhlendichte verspricht einen größeren Erfolg zur Vorbeugung gegen „Schadinsekten“.

E | Das Aufhängen von Fledermaushöhlen

Alle heimischen Fledermausarten sind ausnahmslos in ihrem Bestand gefährdet und vom Aussterben akut bedroht! Fledermäuse sind seit 1936 gesetzlich geschützt. Trotzdem sind sie heute noch immer bedroht und teilweise sogar an manchen Orten bereits verschwunden. Gerade bei dieser Tiergruppe wird deutlich, dass der bloße gesetzliche Schutz keine Auswirkung hat wenn nicht gezielte, großflächige Schutzkonzepte, verbunden mit Artenschutzprojekten, gestartet werden.

» 24 FLEDERMAUSARTEN – WIE LANGE NOCH? 

Fledermäuse sind zahlenmäßig die zweitgrößte Gruppe innerhalb der Säugetiere, aber als Einzige zum aktiven Flug befähigt. Fledermäuse sind keine fliegenden Mäuse. Sie führen den wissenschaftlichen Namen Chiroptera, d.h. Handflieger. Fledermäuse leben weltweit auf fast allen Kontinenten der Erde; bis auf die Antarktis. Es gibt ca. 900 verschiedene Arten. In Gesamtdeutschland konnten immerhin 24 und in Gesamteuropa 53 Fledermausarten nachgewiesen werden.

Fledermäuse besiedeln nicht nur Mauerwerke von Häusern, sondern auch ruhige, geräumige Dachstühle. Eine typische „Hausfledermaus“ ist z. B. das Mausohr, eine „Baumfledermaus“ wäre die Bechsteinfledermaus und ein Vertreter der „Waldfledermaus“ ist der Große Abendsegler. Fledermäuse sind sehr wärmeliebende Tiere, deshalb befinden sich die Quartiere meistens nach Süden ausgerichtet um von der Wärme der Sonne zu profitieren. SCHWEGLER-Fledermaushöhlen sind schwarz gefärbt, da diese Farbe automatisch Wärme anzieht. Lichte, sonnige Stellen an Forstwegen, Windwurf- oder Kahlschlagsflächen, ruhige Alleen, größere Gärten, Friedhöfe u.v.m. eignen sich als Lebensraum zum Aufhängen von Fledermaushöhlen. Auf einen freien, ungehinderten Anflug ist zu achten. Eine gewisse Wassernähe an Seen und Bächen, erweist sich stets prositiv.

» FLEDERMÄUSE IN UND AN GEBÄUDEN

Fledermäuse haben unsere Siedlungen und Bauwerke längst erfolgreich erobert. Als meist unauffällige Untermieter finden wir sie oftmals in Dachstühlen, Industriehallen, Autobahnbrücken, hinter Wandverkleidungen und auch Kellern. Wichtig ist dabei stets der freie Zugang von außen in die Quartiere. Genau dieser Zugang wird aber durch die mittlerweile zwingenden Gebäudesanierungen im Zuge der Energiesparverordnung baulich verschlossen oder bei Neubauten schon alles so „dicht“ gebaut, sodass die Tiere keine geeigneten Unterkünfte mehr finden. Typische gebäudebewohnende Fledermausarten sind z. B. Zwerg- und Breitflügelfledermaus, Mopsfledermaus oder Fransenfledermaus. Da Fledermäuse eine Neigung zu spontanen Quartier- wechseln besitzen, sollten Fledermaushöhlen immer in Gruppen von 3 bis 5 Höhlen in kleineren Abständen zueinander aufgehängt werden. Die beste Aufhängehöhe ist zwischen 3 bis 6 m. Siehe hierzu unten „Modellschlüssel zum Aufhängen von Fledermaushöhlen“ s.u..

Renovierungarbeiten, Umbaumaßnahmen an Fledermausquartieren in Häusern oder auch das Reinigen von Fledermaushöhlen sollte nicht vor Anfang September durchgeführt werden. Denn erst ab diesem Zeitpunkt verlassen die meisten Fledermäuse ihre Sommerquartiere. Fledermäuse reagieren bei weitem empfindlicher als Vögel. Auch hier gilt wie bei den Vogelnisthöhlen: Einfaches Entfernen der Exkremente, kein Aussprühen. Am besten erfolgt die Reinigung mit unserem SCHWEGLER-Reinigungsgerät.

Fledermäuse spielen im Naturhaushalt eine äußerst wichtige Rolle. Neben Vögeln und Spinnen zählen Fledermäuse zu den wichtigsten Insektenvertilgern. Fledermäuse verlassen ihre Quartiere in der Dämmerung. Somit teilen sich u.a. Vögel und Fledermäuse sehr geschickt ihre Aufgaben. Vögel machen tagsüber und Fledermäuse nachts Jagd auf „Schadinsekten“!

» MODELLSCHLÜSSEL ZUM AUFHÄNGEN VON FLEDERMAUSHÖHLEN  

Fledermäuse übernehmen eine wichtige Funktion bei der biologischen „Schädlingsbekämpfung“. Der Nahrungsbedarf von Fledermäusen ist sehr groß. Durch wissenschaftliche Untersuchungen weiß man, dass größere Fledermäuse im Verlauf eines Sommers bis zu einem Kilo Insekten vertilgen. Das entspricht immerhin einer Menge von einer halben Million Insekten. Nach den Untersuchungen des sowjetischen Zoologen Korskof heißt es, dass beispielsweise eine einzige Wasserfledermaus vom 15. Mai bis 15. Oktober ca. 60.000 Mücken vernichtet.

Die unten angegebene empfohlene Verteilung ist ein grober Anhaltspunkt,­ z.B. bei Beginn von Fledermaus-Schutzprojekten, wenn sonstige Erkenntnisse oder Empfehlungen fehlen. Örtliche und klimatische Unterschiede, aber auch geografische Verbreitungsschwerpunkte diverser Arten werden den Schlüssel in der Praxis meist recht stark beeinflussen. Er sollte daher den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort immer individuell angeglichen werden.

Nach ca. drei bis vier Jahren kann dann erkannt werden, welcher Höhlentyp am besten für die jeweils heimischen Fledermausarten geeignet ist. Dieses kann regional sehr unterschiedlich sein.

 

Anzahl

Typ (auf 10 ha)

10

2F

10

2F m. doppelter Vorderwand

10

2FN

8

1FF

2

3FF

4

1FD

3

1FS

2

1FW

1

1FFH

1

2FS oder 3FS *

F | Nisthilfen an Gebäuden (Niststeine, etc.)

Für Gebäudebrüter gelten oftmals abweichende Empfehlungen. Bitte beachten Sie die jeweilige Produktbeschreibung. Besonders bei Mauerseglern und Fledermäusen ist auf größere Höhe ab 5 m und den freien Einflug ohne Simse direkt unterhalb der Kästen zu achten. 

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